Sonntag, 20. Januar 2019 - 12:00 Uhr, Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH
Digital Approximations - Annäherungen im Digitalen Raum

20. Januar – 24. Februar 2019

Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH

Di – So, 12 – 16.30 Uhr

vhs-Kulturforum präsentiert
in Kooperation mit dem Wolfgang-Bonhage-MUSEUM KORBACH

Digital Approximations –
Annäherungen im Digitalen Raum

Eröffnung: Sonntag, 20. Januar 2019, 11:15 Uhr

Die Ausstellung Digital Approximations untersucht in multimedialen Rauminstallationen und interaktiven Objekten den Zusammenhang zwischen Mensch, Raum und digitaler Technologie. Welche Bedeutung hat der Raum im Identitätsfindungsprozess des Menschen als sozial gesellschaftliches, sich im Austausch zu seiner Umwelt befindlichen Wesen und welche Rolle spielen dabei digitale Technologien, die nicht zuletzt über die Erweiterung des konkreten Raumes durch das Virtuelle unser bisheriges Verständnis vom euklidischen Raum in Frage stellen. So führt die zunehmende Vereinsamung von Körper und Geist zu einem sozialen Umbruch, der die Art und Weise, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und als leibliche Individuen auf diese reagieren, grundlegend verändern kann. Resultieren diese Entwicklungen in einer Verschiebung des Gleichgewichts von Individualität und Kollektivität, Intimität und Öffentlichkeit, Identität und Redundanz, Empfindsamkeit und Effizienz

Wie verändert sich unsere Wahrnehmung von Raum und Temporalität im Zeitalter der Digitalisierung und welche Rolle spielen sie in einer sich entmaterialisierenden Welt? Was passiert, wenn Mensch und Maschine dabei in gegenseitige Abhängigkeit geraten? Wie entstehen digital initiierte soziale Geflechte und wie können sich diese physisch manifestieren? Wie wandelt sich in diesem Zusammenhang der Begriff der sozialen Teilhabe? Besitzt der Digitale Mensch in Zukunft noch die Fähigkeit zu empfinden? Und wie entstehen Emotionen in einer Welt, die durch Virtualisierung des Sozialen immer weiter fragmentarisiert wird?

Die Ausstellung Digital Approximations ist der Versuch, der Verflüssigung des Digitali­sierungsbegriffs und dem damit einhergehenden Verlust menschlicher Autorität gegenüber dem Technologischen sowie dem eigenen Ich entgegen zu wirken. Sie nähert sich Utopien, in denen Gefühl und Emotion Bestandteil von Kommunikation sein darf, sein muss. So entstehen Orte im Da­zwischen, Räume der Unbestimmtheit, die im urbanen sowie suburbanen Kontext hohes Potenzial für persönliche Entwicklung und kulturelle Vielfalt bieten. Die Ausstellung versucht diese Orte sichtbar zu machen, sie an die Oberfläche zu tragen. Die verwendeten Technologien werden dabei zum kommunikativen Element zwischen Mensch und Raum und erfahren so den Prozess der Verleiblichung.

Jan Phillip Ley ist temporärer Gestalter sozialer Interaktion, Medienkünstler und Raumdenker. Zudem erforscht er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im PerceptionLab, einem Forschungsschwerpunkt der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Fragen zur Wahrnehmung von Mensch, Raum und Objekten in physischen und virtuellen Umgebungen. Über Objekte und Rauminstallationen fordert Ley den Nutzer zur kommunikativen Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen eines Bildes einer Gesellschaft, dessen Konturen zittern und leise verschwimmen. Licht und Klang werden dabei zum raumbildenden Element und ermöglichen so neue Perspektiven auf das Offensichtliche. Was entsteht ist ein Experiment, das versucht. die Auswirkungen einer technologisierten Welt räumlich begreifbar, sinnlich erfahrbar zu machen.

Kontakt:
Jan Phillip Ley
janphillip.ley@gmx.de
www.janphillipley.de


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